Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Guinea-Bissau
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Vorlage:Infobox Staat/Wartung/NAME-DEUTSCH

Guinea-Bissau [] (portugiesisch GuinĂ©-Bissau []) ist ein Staat in Afrika. Er liegt an der afrikanischen WestkĂŒste zum Atlantik zwischen Senegal und Guinea. Seine mehr als 2 Millionen Einwohner gehören verschiedenen Ethnien an, die fĂŒnf grĂ¶ĂŸten sind die Fulbe, Balanta, Mandinka, Pepel und Manjago. Die Amtssprache ist Portugiesisch, was aber nur von rund 35 % der Bevölkerung gesprochen wird; als Verkehrssprache dient stattdessen guineabissauisches Kreol, das auf dem Portugiesischen basiert. Mehr als ein Viertel der gesamten Landesbevölkerung lebt in der Hauptstadt Bissau.

Lange war das Land eine Kolonie Portugals. Nach einem zwölfjĂ€hrigen UnabhĂ€ngigkeitskrieg erlangte Guinea-Bissau 1973 seine SouverĂ€nitĂ€t, danach folgten wechselhafte Jahrzehnte mit mehreren MilitĂ€rregierungen. Auch seit dem letzten Krieg im Land 1998/1999 hat sich die Situation kaum gebessert, immer wieder gab es MilitĂ€rputsche. Vereinzelt wurden demokratische Wahlen abgehalten, diese fĂŒhrten aber nie zu einer anhaltenden Demokratisierung. Guinea-Bissau wurde stattdessen im bisherigen 21. Jahrhundert fast durchgehend autoritĂ€r regiert. Korruption und Verletzungen der Menschenrechte gehören zum Alltag.

Guinea-Bissau ist eines der Ă€rmsten LĂ€nder der Welt. Es gibt kaum industrielle Produktion, die meisten Einwohner leben von der Landwirtschaft. Es besteht ein großes Außenhandelsdefizit; das einzige in nennenswerten Mengen exportierte Produkt sind Cashew-NĂŒsse.

Neben dem benachbarten Guinea gibt es noch einen weiteren Staat in Afrika mit dem Namen Guinea: das weiter östlich zwischen Kamerun und Gabun gelegene Äquatorialguinea.

Contents

‱ Geographie
‱ Lage
‱ Klima
‱ GewĂ€sser
‱ StĂ€dte
‱ Demografie
‱ Sprache
‱ Religion
‱ Bildung
‱ Gesundheit
‱ Geschichte
‱ Politik
‱ MilitĂ€r
‱ Medien
‱ Wirtschaft
‱ Bergbau
‱ Export
‱ Drogenhandel
‱ Verkehr
‱ Flugverkehr
‱ Kultur
‱ Sport
‱ Literatur
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Geographie

Lage

Guinea-Bissau liegt im Westen von Westafrika und Oberguinea zwischen 13° und 17° westlicher LĂ€nge und 11° und 12° nördlicher Breite. Im Norden grenzt die Republik an Senegal (gemeinsame Grenze rund 338 km), im Osten an Guinea (gemeinsame Grenze rund 386 km), die gesamte GrenzlĂ€nge betrĂ€gt 724 Kilometer zuzĂŒglich 350 Kilometer KĂŒste. Mit einer GesamtflĂ€che von 36.125 kmÂČ (28.120 kmÂČ LandflĂ€che und 8005 kmÂČ WasserflĂ€che) ist das Land rund zehn Prozent kleiner als die Schweizcite-ref-cia-5-0[5] oder etwa so groß wie Baden-WĂŒrttemberg.

Landschaftsbild

An das ĂŒberwiegend flache Landesinnere schließt sich ein durch marine Erosion stark zerklĂŒfteter KĂŒstenstreifen mit einem Sumpfgebiet an. Der höchste Berg ist der Madina do BoĂ© mit 262 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel.

Dem Festland vorgelagert liegt der Bissagos-Archipel (Arquipélago dos Bijagós) im Atlantik mit den bedeutendsten Inseln des Landes: Ilha de Orango, Caravela, Bubaque, Roxa, Bolama, Uno und Formosa.

Vor 66 Millionen Jahren kam es ca. 400 km vor der KĂŒste Westafrikas zu einem verheerenden Kometeneinschlag. Der 2022 entdeckte Nadir-Unterwasserkrater hat einen Durchmesser von etwa 9 km. Der Einschlag löste ein Erdbeben der StĂ€rke 6,5 aus und fĂŒhrte zu einer bis zu 1 km hohen Flutwelle. Das Einwirken dieser KrĂ€fte könnte eine ErklĂ€rung fĂŒr die im Unterschied zum Rest der Westafrikanischen KĂŒste auffallend zerklĂŒftete KĂŒstenlinie Guinea-Bissaus sein.

Klima

Das Klima ist tropisch, ĂŒberwiegend feucht und heiß. Die Durchschnittstemperatur betrĂ€gt 24 °C. Von Dezember bis April besteht die Trockenzeit mit Harmattan-WĂŒstenwinden. Die Regenzeit dauert von Mai bis Ende Oktober. Die regenreichsten Monate sind Juli und August.cite-ref-6[6]

GewÀsser

Die gesamte FlĂ€che des kleinen westafrikanischen Landes entwĂ€ssert in den Atlantik. Dabei spielen vor allem die beiden FlĂŒsse Geba und Corubal, die sich das Ästuar des Geba teilen, mit ĂŒber 40 % eine ĂŒbergeordnete Rolle. DarĂŒber hinaus gibt es KĂŒstenflĂŒsse wie den Rio Cacheu, die an der stark zerklĂŒfteten KĂŒste meist ĂŒber Ästuare mĂŒnden.

Siehe auch

:

Liste der FlĂŒsse in Guinea-Bissau

StÀdte

Im Jahr 2023 lebten 46 Prozent der Einwohner Guinea-Bissaus in StĂ€dten.cite-ref-bevstadt-7-0[7] Die grĂ¶ĂŸten StĂ€dte in Guinea-Bissau sind (Stand Zensus vom 3. MĂ€rz 2009):

‱ Bissau 387.909 Einwohner
‱ GabĂș 43.556 Einwohner
‱ Bafatá 29.556 Einwohner
‱ Canchungo 12.044 Einwohner
‱ Bissorã 9898 Einwohner
‱ Bula 9010 Einwohner

Siehe auch

:

Liste der StÀdte in Guinea-Bissau

Bevölkerung

Demografie

Guinea-Bissau hatte 2022 2,1 Millionen Einwohner.cite-ref-8[8] Das jĂ€hrliche Bevölkerungswachstum betrug + 2,2 %. Zum Bevölkerungswachstum trug ein GeburtenĂŒberschuss (Geburtenziffer: 30,6 pro 1000 Einwohnercite-ref-9[9] vs. Sterbeziffer: 8,6 pro 1000 Einwohnercite-ref-10[10]) bei. Die Anzahl der Geburten pro Frau lag 2022 statistisch bei 3,9, die der Region West- und Zentral-Afrika betrug 4,9.cite-ref-gebrat-11-0[11] Die Lebenserwartung der Einwohner Guinea-Bissaus ab der Geburt lag 2022 bei 59,9 Jahrencite-ref-leberw-12-0[12]. Der Median des Alters der Bevölkerung lag im Jahr 2021 bei 18,3 Jahren.cite-ref-13[13] Im Jahr 2023 waren 39,6 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre,cite-ref-14[14] wĂ€hrend der Anteil der ĂŒber 64-JĂ€hrigen 2,8 Prozent der Bevölkerung betrug.cite-ref-15[15]

| Jahr | Einwohnerzahl | Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|---|---|
| 1950 | 535.000 | 1990 | 1.012.000 |
| 1960 | 616.000 | 2000 | 1.243.000 |
| 1970 | 712.000 | 2010 | 1.556.000 |
| 1980 | 801.000 | 2020 | 1.968.000 |

Bevölkerungsstruktur

Das Land zĂ€hlte bei der VolkszĂ€hlung 2009 1,45 Mio. Bewohner, darunter waren nur ca. 2.000 Staatsangehörige anderer LĂ€nder. Die Mehrheit der Zuwanderer kommt aus der Region (27,7 % aus Guinea, 18,7 % aus Mauretanien und 18,3 % aus dem Senegal). Von dieser kleinen AuslĂ€ndergruppe waren zudem 5,6 % Portugiesen. 5070 Personen machten keine Angaben zu ihrer Staatsangehörigkeit.cite-ref-17[17] Viele Einwohner sind ausgewandert. 2017 lebten jeweils ca. 30.000 StaatsbĂŒrger in Portugal und dem Senegal.cite-ref-18[18] Laut UN-Bericht 2015 lebten 22.333 in Deutschland.cite-ref-19[19]

Über 25 ethnische Gruppen leben im Land, die sich in Sprache, Kultur und Sozialstruktur mehr oder weniger unterscheiden. Die Resultate der letzten VolkszĂ€hlung ergeben folgendes Bild der einheimischen Völker:

Der grĂ¶ĂŸte Teil der Bevölkerung (ca. 83 %) setzt sich aus folgenden fĂŒnf Volksgruppen zusammen:

‱ Fulbe 410.560 Personen (28,33 %) (Regionen: GabĂș 79,6 %, BafatĂĄ 60,0 %, Tombali 20,9 %, Bissau 18,0 %)
‱ Balanta 323.948 Personen (22,35 %) (Regionen: Tombali 46,9 %, Oio 43,6 %, Quinara 35,2 %, Cacheu 28,8 % und Bissau 20,5 %)
‱ Mandinka 212.269 Personen (14,65 %) (Regionen: Oio 32,9 %, BafatĂĄ 22,9 % und GabĂș 14,2 %)
‱ Pepel 130.651 Personen (9,02 %) (Regionen: Biombo 64,7 % und Bissau 15,7 %)
‱ Manjaco 119.808 Personen (8,27 %) (Region Cacheu 36,8 %)

Weitere bedeutende Volksgruppen sind:

‱ Biafada 50.543 Personen (3,49 %) (Region Quinara 36,7 %)
‱ Mancanha 44.829 Personen (3,09 %) (Region Cacheu 36,8 %)
‱ Bidjogo 30.294 Personen (2,09 %) (Region Bolama/Bissagos-Archipel 64,3 %)
‱ Felupe 24.892 Personen (1,72 %) (Region Cacheu 9,1 %)
‱ Mansoanca Balante 20.456 Personen (1,41 %)

Ferner gibt es die Balanta Mane (14.460 Menschen; Region Bolama), Nalu (13.420 Menschen; an der sĂŒdwestlichen Grenze zu Guinea), Saracule, Sosso und Diola (an der nördlichen Grenze zur Casamance).

32.098 StaatsbĂŒrger erklĂ€rten, keiner dieser genannten afrikanischen Volksgruppen anzugehören. Und 1274 Personen machten keine Angaben zu ihrer Volkszugehörigkeit.

Sprache

→

Hauptartikel

:

Sprachen Guinea-Bissaus

Die Amtssprache ist Portugiesisch, aber nur eine Minderheit beherrscht die Sprache auf einem hohen Niveau; laut der letzten VolkszÀhlung von 2009 wird Portugiesisch insgesamt von 27,1 % der Landesbevölkerung gesprochen (46,3 % in stÀdtischen Gebieten und 14,7 % in lÀndlichen Gebieten).cite-ref-20[20] Der Alphabetisierungsgrad liegt bei rund 45 %.

Verkehrssprache ist Guineabissauisches Kreol, eine auf dem Portugiesischen basierende Kreolsprache, die durch die Sprachen der verschiedenen ethnischen Gruppen beeinflusst ist und von rund 60 % der Einwohner beherrscht wird.

Der Schulunterricht wird landesweit auf Portugiesisch abgehalten. Kreol zur Unterrichtssprache zu erheben ist sehr schwierig, da eine Schriftform erst vor kurzem entwickelt wurde und so kaum Unterrichtsmaterialien in dieser Sprache zur VerfĂŒgung stehen.

Religion

Nach Angaben der letzten VolkszĂ€hlung 2009 sind 45,1 % Muslime, 22,1 % Christen (zumeist Katholiken) und 14,9 % bekennen sich zu afrikanischen Religionen. Allerdings machten 15,9 % der Einwohnerschaft keine Angaben zu ihrer Religionszugehörigkeit. Unter ihnen dĂŒrften etliche weitere Angehörige traditioneller Religionen sein. Weitere 2 % erklĂ€rten sich als konfessionslos.

In Guinea-Bissau gibt es zwei katholische BistĂŒmer, das Bistum Bissau sowie das Bistum BafatĂĄ. Papst Johannes Paul II. besuchte 1990 als erster Papst das Land.

Muslimische Mehrheiten gibt es in den Regionen GabĂș (86,5 %) und BafatĂĄ (77,1 %). Die Christen sind in den Regionen Bissau (40,2 %), Cacheu und Bolama (jeweils ĂŒber 30 %) stark vertreten. AnhĂ€nger afrikanischer Religionen sind in den Regionen Biombo (40,6 %) und Cacheu (34,0 %) ĂŒberdurchschnittlich vertreten.

Bildung

Unmittelbar nach der UnabhĂ€ngigkeit ist Guinea-Bissau mit großem Elan an den Aufbau eines Bildungswesens gegangen, das – im Gegensatz zur Kolonialzeit – die gesamte Bevölkerung in einem neuen, von Paulo Freire vermittelten Geist erfassen sollte.cite-ref-21[21] Dieser Impuls ist jedoch schon in den 1980er Jahren erlahmt. Heute bietet Guinea-Bissau nur eingeschrĂ€nkte Bildungsmöglichkeiten und -einrichtungen. 54,4 % der Einwohner sind Analphabeten.cite-ref-22[22] Die Regierung strebt eine Schulpflicht mit der Dauer von sechs Jahren an. Allerdings besuchen nur wenige Kinder die Schule, da viele von ihren Familien in anderen Aufgaben eingesetzt werden, wie z. B. in der Landwirtschaft. Auf dem Land gibt es außerdem nicht immer die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Auch muss Schulgeld entrichtet werden, was schon den Zugang zu grundlegender Bildung fĂŒr große Teile der Bevölkerung erschwert. Die durchschnittliche Dauer des Schulbesuchs liegt daher nur bei 3,6 Jahren.cite-ref-hdr2015-23-0[23]

WĂ€hrend weiterfĂŒhrende Schulen in vielen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten des Landes existieren, konzentrieren sich nahezu sĂ€mtliche Ausbildungszentren auf die Hauptstadt Bissau. Außerdem nimmt die Höhe des Schulgeldes mit höheren Klassen zu, was den Besuch dieser Schulen fĂŒr viele potenzielle Absolventen unerschwinglich macht.

Guinea-Bissau verfĂŒgt ĂŒber einige Berufsschulen und Einrichtungen zur Lehrerausbildung. Das nationale Forschungsinstitut INEP (Instituto Nacional de Estudos e Pesquisa) wurde schon 1984 gegrĂŒndet. Als reines Forschungsinstitut bietet es selbst keine StudiengĂ€nge an. An das INEP sind weiterhin das historische Nationalarchiv (Arquivos HistĂłricos Nacionais) sowie eine öffentliche Bibliothek angegliedert. Seit 1990 existiert eine FakultĂ€t fĂŒr Rechtswissenschaften, die „Faculdade de Direito Bissau“. Im Zuge der Kooperation mit Kuba auf dem medizinischen Sektor wurde auch eine FakultĂ€t fĂŒr Medizin („Faculdade de Medicina“) aufgebaut. Unterrichtet wird an dieser nicht nur in Bissau, sondern auch noch an weiteren Standorten im Land. Im Jahr 2003 wurden zwei weiteren UniversitĂ€ten, die private „Universidade Colinas de BoĂ©â€œ sowie die staatliche „Universidade Amilcar Cabral“, gegrĂŒndet. Letztere wurde 2008 von der portugiesischen Grupo LusĂłfona fĂŒr drei Jahre ĂŒbernommen und operiert derzeit unter dem Namen „Universidade LusĂłfona GuinĂ©â€œ. Ende 2009 wurde mit einem Ableger des portugiesischen Instituto Jean Piaget eine dritte UniversitĂ€t eröffnet. Alle genannten Einrichtungen sind fĂŒr Studenten kostenpflichtig – in der Höhe der GebĂŒhren unterscheiden sie sich allerdings teilweise betrĂ€chtlich.

Siehe auch

:

Liste der UniversitÀten in Guinea-Bissau

Gesundheit

Das Gesundheitswesen in Guinea-Bissau ist stark unterentwickelt. Die Gesundheitsausgaben des Landes betrugen 8,2 % des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2021,cite-ref-24[24] doch aufgrund des geringen BIP ist dies nur ein niedriger Wert pro Person. Dementsprechend schlecht ist die medizinische Versorgung. Im Jahr 2020 praktizierten 2 Ärztinnen und Ärzte je 10.000 Einwohner.cite-ref-25[25] Die HIV-PrĂ€valenz bei Erwachsenen betrug im Jahr 2019 rund 3,4 %.cite-ref-26[26] Die Sterblichkeit bei unter 5-JĂ€hrigen betrug 71,9 pro 1000 Lebendgeburten im Jahr 2022.cite-ref-27[27] Im Jahr 2015 waren 28,3 % der Bevölkerung unterernĂ€hrt.cite-ref-28[28] Die Lebenserwartung der Einwohner Guinea-Bissaus ab der Geburt lag 2022 bei 59,9 Jahrencite-ref-leberw-12-1[12] (Frauen: 61,9cite-ref-29[29], MĂ€nner: 57,7cite-ref-30[30]).

| Zeitraum | Lebenserwartung in Jahren | Zeitraum | Lebenserwartung in Jahren |
|---|---|---|---|
| 1950–1955 | 35,9 | 1985–1990 | 48,2 |
| 1955–1960 | 37,2 | 1990–1995 | 50,0 |
| 1960–1965 | 38,6 | 1995–2000 | 51,8 |
| 1965–1970 | 40,6 | 2000–2005 | 52,7 |
| 1970–1975 | 42,5 | 2005–2010 | 54,2 |
| 1975–1980 | 44,5 | 2010–2015 | 56,0 |
| 1980–1985 | 46,6 | 2015–2020 | 57,8 |

Geschichte

→

Hauptartikel

:

Geschichte von Guinea-Bissau

Seit dem 13. Jahrhundert gehörte der östliche Teil des heutigen Guinea-Bissaus zum Königreich Kaabu. 1446 erreichten erste portugiesische Seefahrer und HĂ€ndler die obere GuineakĂŒste. 1879 wurde die Provinz Portugiesisch-Guinea gegrĂŒndet. Zuvor war der Distrikt Guinea von den Kapverdischen Inseln aus verwaltet worden. Amilcar Lopes Cabral grĂŒndete am 19. September 1956 die PAIGC und fĂŒhrte von 1963 bis zu seiner Ermordung im Januar 1973 den UnabhĂ€ngigkeitskrieg gegen die Portugiesen. Als die PAIGC 1972 den Großteil des Landes unter Kontrolle hatte, ließ sie Landeswahlen abhalten. Die UnabhĂ€ngigkeit Guinea-Bissaus wurde am 24. September 1973 proklamiert und am 10. September des folgenden Jahres von Portugal anerkannt. Bis heute ist der 24. September der Nationalfeiertag Guinea-Bissaus.

Bis 1961 waren Einheimische von der Wahl ausgeschlossen gewesen.cite-ref-hannam10-31-0[31] 1961 erhielten alle die portugiesische Staatsangehörigkeit und konnten bei Lokalwahlen abstimmen.cite-ref-hannam10-31-1[31] Vor der UnabhĂ€ngigkeit 1974 gab es ein Frauenwahlrecht in den Gebieten, die von der Befreiungsbewegung PAIGC kontrolliert wurden.cite-ref-ipu-113410-32-0[32] An den BefreiungskĂ€mpfen nahmen Frauen aktiv teil.cite-ref-hannam10-31-2[31] 1977 wurde das allgemeine aktive und passive Frauenwahlrecht eingefĂŒhrt.cite-ref-martin161-33-0[33]cite-ref-pintat488-34-0[34]

Der PrĂ€sident von Guinea-Bissau, JoĂŁo Bernardo Vieira, der dieses Amt nach einer frĂŒheren PrĂ€sidentschaft von 1980 bis 1999 ab 2005 wieder innehatte, wurde am 2. MĂ€rz 2009 beim Verlassen seines Hauses durch MilitĂ€rs getötet.cite-ref-35[35] Die Ermordung Vieiras folgte nahezu unmittelbar auf den Tod des Generalstabschefs Tagme Na Wai bei einem Bombenanschlag am Abend zuvor.cite-ref-36[36]

Wenige Tage spĂ€ter wurde der ParlamentsprĂ€sident Raimundo Pereira als neuer PrĂ€sident vereidigt und ĂŒbernahm ĂŒbergangsweise die StaatsgeschĂ€fte.cite-ref-37[37]

Am 5. Juni 2009 wurden Baciro Dabo, der als Kandidat bei der anstehenden PrÀsidentschaftswahl antreten sollte, und Hélder Proença, ehemals Verteidigungsminister des Landes, von Soldaten erschossen. Der ehemalige MinisterprÀsident Faustino Imbali wurde von Soldaten verhaftet. Die drei AnhÀnger des im MÀrz ermordeten PrÀsidenten Vieira sollen einen Putsch gegen die amtierende Regierung geplant haben.cite-ref-38[38]

Bei der vorgezogenen PrĂ€sidentschaftswahl am 28. Juni 2009 erreichten Malam Bacai SanhĂĄ, der Kandidat der PAIGC, und Kumba IalĂĄ, der Kandidat der PRS, die meisten Stimmen. Die am 26. Juli 2009 durchgefĂŒhrte Stichwahl konnte Malam Bacai SanhĂĄ fĂŒr sich entscheiden.cite-ref-39[39]

Bei einem Putschversuch am 1. April 2010 wurden der Regierungschef Carlos Gomes JĂșnior sowie der Chef der StreitkrĂ€fte, Zamora Induta, von MilitĂ€rs festgenommen. Das Kommando ĂŒbernahm Indutas ehemaliger Stellvertreter AntĂłnio Indjai. Es folgten ZusammenstĂ¶ĂŸe von Soldaten und aufgebrachten Gomes-AnhĂ€ngern.cite-ref-40[40] Nach wenigen Stunden wurde Gomes JĂșnior wieder freigelassen und versuchte selbst das Geschehen als „Zwischenfall“ zu relativieren. Danach beruhigte sich die Lage wieder. Als Hintergrund werden Spannungen innerhalb der MilitĂ€rfĂŒhrung vermutet.cite-ref-41[41]

Am 25. Juni 2010 wurde AntĂłnio Indjai, der AnfĂŒhrer der Meuterei vom 1. April, zum neuen Armeechef Guinea-Bissaus ernannt. Zamora Induta und weitere Offiziere blieben ohne Gerichtsverfahren in Gefangenschaft. Am 2. August wurde vom PrĂ€sidenten bekannt gegeben, dass das Land der Stationierung einer internationalen Stabilisierungstruppe zustimmen werde. Am 21. Dezember 2010 wurden Zamora Induta und die anderen Offiziere aus der Haft entlassen, aber unter stĂ€ndige Überwachung gestellt, und zwar auf ein Ultimatum der EU hin, die gedroht hatte, andernfalls wegen Verletzung der Menschenrechte die Entwicklungszusammenarbeit mit Guinea-Bissau einzustellen.cite-ref-42[42]

PrÀsident Malam Bacai Sanha starb im Januar 2012 nach langer Krankheit.

Am 12. April 2012 kam es in der Hauptstadt Bissau durch Truppenteile unter FĂŒhrung von Mamadu TurĂ© Kuruma zu einem MilitĂ€rputsch. Sie nahmen PrĂ€sident Raimundo Pereira und Premierminister Carlos Gomes JĂșnior gefangen und ĂŒbernahmen die Kontrolle ĂŒber die Stadt. Da der Putsch zwischen der ersten Runde der PrĂ€sidentschaftswahl, die der frĂŒhere Premierminister Carlos Gomes JĂșnior und seine Partei PAIGC gewonnen hatte, und der fĂŒr den 29. April angesetzten Stichwahl zwischen ihm und dem zweitstĂ€rksten Kandidaten Kumba IalĂĄ stattfand, nehmen viele an, dass die Motivation des Putsches die Verhinderung der Wahl von Carlos Gomes JĂșnior zum PrĂ€sidenten war. Zwischen den Putschisten und einigen Oppositionsparteien, insbesondere der PRS des frĂŒheren PrĂ€sidenten Kumba IalĂĄ, aber unter Ausschluss der PAIGC, wurde die Übereinkunft getroffen, die Verfassung fĂŒr eine Übergangszeit von ein bis zwei Jahren in Teilen auszusetzen und keine Neuwahlen (Parlament, PrĂ€sident) stattfinden zu lassen.cite-ref-43[43]cite-ref-44[44] Im Zuge dieser Übereinkunft wurde der vorher amtierende ParlamentsprĂ€sident Manuel Serifo Nhamadjo zum ÜbergangsprĂ€sidenten ernannt. Die PAIGC von Gomes JĂșnior erkennt diese Übergangsregierung nicht an, ebenso nicht die EU,cite-ref-pdf-bei-www-consilium-europa-eu-45-0[45] die darĂŒber hinaus Reisesanktionen gegen Angehörige des MilitĂ€rkommandos, das den Putsch angefĂŒhrt hatte, verhĂ€ngte.cite-ref-pdf-bei-www-consilium-europa-eu-45-1[45] Am 12. April 2012 wurde Carlos Domingos Gomes Junior, der Favorit bei den anstehenden PrĂ€sidentenwahlen am 29. April, von Soldaten in seinem Haus festgenommen. Das MilitĂ€r ĂŒbernahm die Kontrolle.

Am 18. Mai 2014 konnte sich JosĂ© MĂĄrio Vaz (PAIGC) mit 61,92 % im zweiten Wahlgang gegen Nuno Gomes Nabiam durchsetzen. Er regierte bis 2019 und damit als erster PrĂ€sident des Landes ĂŒber eine volle Amtszeit.cite-ref-46[46] Seine Amtszeit war jedoch ĂŒberschattet von politischen Krisen, da er 2015 den Parteichef seiner eigenen Partei, Domingos SimĂ”es Pereira, als Premierminister entließ und die nĂ€chsten Jahre keine vom Parlament akzeptierte Regierung mehr installieren konnte. Allein im Verlauf des Jahres 2016 hatte das Land fĂŒnf unterschiedliche Regierungschefs. Erst 2018 fand sich mit Aristides Gomes ein Kompromisskandidat. Obwohl die Amtszeit des PrĂ€sidenten bereits im Juni 2019 endete, ernannte er im Oktober noch Faustino Imbali zum neuen Premierminister. Die Wahlen fanden erst im November und Dezember statt. Vaz trat erneut an, wurde jedoch aufgrund der Vorkommnisse nicht mehr von der PAIGC unterstĂŒtzt. Diese schickte stattdessen Vaz’ politischen Kontrahenten Pereira ins Rennen.

Am 26. November 2025 verkĂŒndete General Denis N'Canha als Sprecher einer Gruppe von Armeeoffizieren, die Macht im Lande ĂŒbernommen zu haben. Der bisherige PrĂ€sident Umaro Sissoco EmbalĂł sei festgenommen worden.cite-ref-47[47] Als neuer ÜbergangsprĂ€sident wurde General Horta N’tam eingesetzt.cite-ref-48[48]

Politik

Politisches System

Nach der Verfassung von 1984 ist Guinea-Bissau eine PrĂ€sidialrepublik, seit 1991 mit einem Mehrparteiensystem. Der PrĂ€sident wird fĂŒr fĂŒnf Jahre nach absoluter Mehrheitswahl gewĂ€hlt.

Am 29. Dezember 2019 gewann der ehemalige Premierminister Umaro Sissoco EmbalĂł die PrĂ€sidentschaftswahl im zweiten Wahlgang mit 53,55 %, nachdem er im ersten Wahlgang mit 27,65 % noch weit gegenĂŒber seinem Konkurrenten Domingos SimĂŽes Pereira zurĂŒckgelegen hatte, der auf 40,13 % der Stimmen kam.cite-ref-49[49] Pereira erzielte im zweiten Wahlgang 46,45 % und erkannte das Wahlergebnis nicht an.cite-ref-50[50] Am 27. Februar 2020 vereidigte sich EmbalĂł selbst als PrĂ€sident. Das Parlament bestimmte jedoch den ParlamentsprĂ€sidenten Cipriano Cassama zum InterimsprĂ€sidenten, der aber wenige Tage spĂ€ter nach Morddrohungen zurĂŒcktrat.

Nach anhaltenden politischen Spannungen und einer erneut umstrittenen PrĂ€sidentschaftswahl am 23. November 2025, deren AuszĂ€hlung aufgrund bewaffneter Angriffe auf die Wahlkommission nicht abgeschlossen werden konnte, kam es am 26. November 2025 zu einem MilitĂ€rputsch. Soldaten setzten EmbalĂł ab und installierten General Horta Nta Na Man als ÜbergangsprĂ€sidenten.cite-ref-51[51] Bei dem Angriff wurden Wahlunterlagen und AuszĂ€hlungsprotokolle beschlagnahmt sowie die Server zerstört, auf denen die Ergebnisse gespeichert waren. Die Wahlkommission erklĂ€rte daraufhin, dass der Wahlprozess ohne diese Daten nicht fortgefĂŒhrt werden könne. Die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) forderte die Wiederherstellung der verfassungsmĂ€ĂŸigen Ordnung und kĂŒndigte Beratungen ĂŒber mögliche Sanktionen an.cite-ref-52[52]

Die Legislative besteht aus der Nationalversammlung (Assembleia Nacional Popular da GuinĂ©-Bissau). Von den 102 Abgeordneten werden 100 in 27 Mehrpersonenwahlkreisen nach VerhĂ€ltniswahlrecht gewĂ€hlt. Zwei Sitze sind fĂŒr Staatsangehörige im Ausland reserviert, die in den beiden Wahlkreisen Afrika und Europa gewĂ€hlt werden. Die letzten Parlamentswahlen fanden im Juni 2023 statt. 2023 wechselte zweimal das Amt des Regierungschefs.

Politische Indizes

| Name des Index | Indexwert | Weltweiter Rang | Interpretationshilfe | Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Fragile States Index | 88,4 von 120 | 32 von 179 | StabilitĂ€t des Landes: große Warnung 0 = sehr nachhaltig / 120 = sehr alarmierend Rang: 1 = fragilstes Land / 179 = stabilstes Land | 2024 [ 53 ] |
| Demokratieindex | 2,03 von 10 | 150 von 167 | AutoritÀres Regime 0 = autoritÀres Regime / 10 = vollstÀndige Demokratie | 2024 [ 54 ] |
| Freedom in the World Index | 43 von 100 | — | Freiheitsstatus: teilweise frei 0 = unfrei / 100 = frei | 2024 [ 55 ] |
| Rangliste der Pressefreiheit | 56 von 100 | 92 von 180 | Erkennbare Probleme fĂŒr die Pressefreiheit 100 = gute Lage / 0 = sehr ernste Lage | 2024 [ 56 ] |
| Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) | 21 von 100 | 158 von 181 | 0 = sehr korrupt / 100 = sehr sauber | 2024 [ 57 ] |

Außenpolitik

Die Republik Guinea-Bissau unterhĂ€lt Botschaften und Generalkonsulate in folgenden LĂ€ndern: Botschaften in Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Portugal, Russland, China, Iran, Brasilien, Kuba, Venezuela, Algerien, Gambia, Guinea-Conakry, Nigeria, Senegal, Marokko, Indonesien. Generalkonsulate in Angola, Argentinien, Benin, Kap Verde, Island, SĂŒdkorea, Libanon, Mauretanien, Niederlande, RumĂ€nien, Slowenien, Sri Lanka. Das Land hat zudem stĂ€ndige Vertreter bei der Afrikanischen Union, der EuropĂ€ischen Union, der Kommission der LĂ€nder portugiesischer Sprache (CPLP), bei den Vereinten Nationen sowie bei der UNESCO.

Folgende Staaten sind mit Botschaften oder Generalkonsulaten in Guinea-Bissau vertreten: Botschaften von Angola, Brasilien, China, Kuba, Frankreich, Gambia, Deutschland, Guinea-Conakry, Libyen, Nigeria, Portugal, Russland, Senegal, SĂŒdafrika, Spanien. Generalkonsulate von Belgien, Kap Verde, Indien, Italien, Libanon, Mauretanien, Niederlande, RumĂ€nien, Schweiz, TĂŒrkei, Vereinigtes Königreich. Der Staat der Vatikanstadt unterhĂ€lt eine Apostolische Nuntiatur in Bissau.

Siehe auch

: Kategorie:Bilaterale Beziehungen (Guinea-Bissau)

MilitÀr

→

Hauptartikel

:

StreitkrÀfte Guinea-Bissaus

Die aus den drei TeilstreitkrÀften Luftwaffe, Marine und Heer bestehenden StreitkrÀfte von Guinea-Bissau haben eine StÀrke von circa 9.250 Mann. Das Land hat die Todesstrafe auch im MilitÀrstrafrecht abgeschafft.

Medien

Die Medien- und Meinungsfreiheit sind eingeschrĂ€nkt. Journalisten in Guinea-Bissau sind laut BBC regelmĂ€ĂŸig Schikanen und EinschĂŒchterungen sowie Druck von Politikern und Regierungsbeamten bezĂŒglich ihrer Berichterstattung ausgesetzt. Reporter ohne Grenzen gibt an, dass Journalisten sich selbst zensieren, wenn sie kritisch ĂŒber die Regierung, die Organisierte KriminalitĂ€t und den Einfluss des MilitĂ€rs berichten.cite-ref-0-58-0[58]

Neben dem staatlichen Rundfunk gibt es private Hörfunksender wie Radio Pindjiguiti und Bombolom FM. Eine staatliche Zeitung und mehrere nichtstaatliche Titel erscheinen. Die AgĂȘncia de NotĂ­cias da GuinĂ© (ANG) ist die staatliche Presseagentur des Landes.

Im Dezember 2021 gab es 900.000 Internetnutzer, was 44 % der Bevölkerung entspricht; Facebook ist die meistgenutzte Social-Media-Plattform.cite-ref-0-58-1[58]

Menschenrechte

Die weibliche GenitalverstĂŒmmelung ist in Guinea-Bissau weiterhin ein ernstzunehmendes Problem. Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) und Terre des Femmes sind bis zu 50 % der MĂ€dchen und Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren betroffen. Im Juni 2011 verabschiedete das Parlament von Guinea-Bissau ein Gesetz, das die weibliche GenitalverstĂŒmmelung unter Strafe stellt. Der Weltfriedensdienst unterstĂŒtzt das Netzwerk DJINOPI, das sich im Land entschieden gegen diese Praxis einsetzt.

Verwaltungsgliederung

→

Hauptartikel

:

Verwaltungsgliederung Guinea-Bissaus

Guinea-Bissau gliedert sich in acht Regionen und einen autonomen Sektor um die Hauptstadt Bissau. Die Regionen teilen sich wiederum in 37 Sektoren. FĂŒr die Regionen wurde der jeweilige Name der Hauptstadt in Klammern mitangegeben, die Sektoren sind nach ihren jeweiligen HauptstĂ€dten benannt. Lediglich fĂŒr die drei Sektoren des Bissagos-Archipels sind auch die Hauptorte in Klammern mitangegeben.

Die acht Regionen Guinea-Bissaus sind in drei Provinzen gruppiert: Leste (Ost: BafatĂĄ, GabĂș), Norte (Nord: Biombo, Cacheu, Oio) und Sul (SĂŒd: Bolama, Quinara, Tombali).

Wirtschaft

Guinea-Bissau zĂ€hlt zu den Ă€rmsten LĂ€ndern der Erde. In den letzten Jahren war ein gewisses Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Das Land hat nach wie vor ein sehr hohes Außenhandelsdefizit;cite-ref-59[59] praktisch alle industriell verarbeiteten Waren werden importiert – zum großen Teil aus Europa – und deren Preisniveau ist meist hoch im Vergleich mit benachbarten Staaten. Gleichzeitig ist das Einkommen der absoluten Mehrheit der Bevölkerung sehr niedrig und die Einkommensverteilung relativ ungleichmĂ€ĂŸig. Der Gini-Koeffizient lag 1993 bei aufgerundet 0.47, im internationalen Vergleich also ziemlich hoch. (Siehe die Liste der LĂ€nder nach Einkommensverteilung.) FĂŒr viele Menschen ist es Ă€ußerst schwierig, die eigenen GrundbedĂŒrfnisse der Familie tĂ€glich zu befriedigen.

Die auf die BedĂŒrfnisse der Kolonialmacht Portugal ausgerichtete Wirtschaft war nach deren Abzug nicht mehr lebensfĂ€hig. Ihre ProduktivitĂ€t bewegt sich auf dem Niveau einer Selbstversorgungswirtschaft. Nach der UnabhĂ€ngigkeit wurde zwar begonnen, eine eigene nationale Industrieproduktion aufzubauen, eine solche ist jedoch heutzutage kaum noch vorhanden, unter anderem weil viele der industriellen Anlagen im BĂŒrgerkrieg 1998/99 zerstört wurden. Heute mangelt es an nachhaltigen Investitionen in diesen Sektor, es wird von internationaler Seite – wenn ĂŒberhaupt – nur in die Rohstoffausbeutung investiert und zum großen Teil ist dies bisher nur im Planungsstadium.

Nach dem Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index) von Transparency International lag Guinea-Bissau 2022 von 180 LÀndern zusammen mit der Republik Kongo auf dem 164. Platz, mit 21 von maximal 100 Punkten. Damit gehört das Land zu den korruptesten der Welt.cite-ref-60[60] Im Ease of Doing Business Index der Weltbank belegt das Land 2018 Platz 176 von 190 LÀndern.

| Jahr | 2010 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BIP in Mrd. USD (KaufkraftparitÀt) | 2,7 | 3,4 | 3,7 | 3,9 | 4,0 | 4,1 | 4,2 | 4,7 | 5,3 | 5,7 | 6,2 |
| BIP pro Kopf in USD (KaufkraftparitÀt) | 1.849 | 2.117 | 2.202 | 2.298 | 2.276 | 2.319 | 2.314 | 2.526 | 2.768 | 2.957 | 3.110 |
| BIP-Wachstum (real) | 5,6 % | 6,1 % | 5,3 % | 4,8 % | 3,8 % | 4,5 % | 1,5 % | 6,2 % | 4,6 % | 5,2 % | 4,8 % |
| Inflation (in Prozent) | 1,1 % | 1,5 % | 2,7 % | −0,2 % | 0,4 % | 0,3 % | 1,5 % | 3,3 % | 7,9 % | 7,2 % | 3,7 % |
| Staatsverschuldung (in Prozent des BIP) | 62 % | 56 % | 59 % | 52 % | 59 % | 65 % | 78 % | 79 % | 81 % | 79 % | 82 % |

Landwirtschaft

Mehr als 90 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tĂ€tig. Angebaut werden können Reis, Mais, Hirse, Maniok, Yams, Bataten und Zuckerrohr. 38,1 % der FlĂ€che Guinea-Bissaus sind bewaldet, 12,0 % werden fĂŒr Landwirtschaft, 38,4 % fĂŒr Weidewirtschaft und 11,5 % fĂŒr sonstige Zwecke genutzt (1994).

Bergbau

An BodenschĂ€tzen verfĂŒgt das Land ĂŒber Phosphate, Bauxit, Erdöl, Gas und Gold. An der sĂŒdwestlichen Landesgrenze zu Guinea in der Region BoĂ© und im Norden des Landes bei Farim wurden große Vorkommen an Bauxit aufgefunden. In der Region BoĂ© will ein angolanisches Bergbauunternehmen in KĂŒrze mit der Exploration beginnen. Dazu soll auch ein Tiefseehafen in Buba errichtet werden. Im Ölsektor stehen 14 Blöcke zur Förderung bereit, von denen die meisten bereits vergeben wurden.cite-ref-61[61]

Export

Einen Export von IndustriegĂŒtern gibt es nicht. In den Export gelangen Erzeugnisse aus Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei wie ErdnĂŒsse, Palmkerne und Palmöl, Garnelen und Holz. In den letzten Jahren wurden vermehrt Cashew-NĂŒsse angebaut und ausgefĂŒhrt, so dass Guinea-Bissau inzwischen auf Platz 6 der weltweit grĂ¶ĂŸten Produzenten von Cashew-NĂŒssen steht. Sie machen 85 % der Exporterlöse aus.

Drogenhandel

Nach Erkenntnissen des BĂŒros der Vereinten Nationen fĂŒr Drogen- und VerbrechensbekĂ€mpfung waren Guinea-Bissau und die Republik Guinea in den Jahren 2004 bis 2007 ein wichtiges Drehkreuz fĂŒr den Kokainschmuggel von SĂŒdamerika ĂŒber Westafrika nach Europa. Sowohl die innenpolitischen Ereignisse in den beiden LĂ€ndern, als auch internationale BemĂŒhungen zur BekĂ€mpfung des Kokainschmuggels in der Region fĂŒhrten zu einem deutlichen RĂŒckgang der Transporte in den Jahren 2008 und 2009. Die Ereignisse des 1. April 2010 in Bissau lĂ€uteten die Wiederbelebung der Transportroute ĂŒber Guinea-Bissau ein. Der in die Ereignisse verstrickte, ehemalige Chef der Marine Konteradmiral Bubo na Tchuto sowie der amtierende Luftwaffenchef Ibraima Papa Camara wurden im April von US-Behörden des Drogenschmuggels beschuldigt und deren Konten in den USA eingefroren.cite-ref-62[62]cite-ref-63[63] Im Jahr 2012 erreichten in jeder Nacht 800 bis 1000 Kilogramm Kokain das Land.cite-ref-64[64]cite-ref-65[65]

Finanzwirtschaft

Das Land fĂŒhrt eine gemeinsame Wertpapierbörse mit weiteren westafrikanischen LĂ€ndern. Sie ist als Bourse RĂ©gionale des Valeurs MobiliĂšres (BRVM) bekannt. Die Funktionen einer Zentralbank ĂŒbernimmt die Westafrikanische Zentralbank (BCEAO), welche sich Guinea-Bissau mit weiteren Staaten der Region teilt.cite-ref-66[66] Damit verbunden steht auch die GemeinschaftswĂ€hrung - der CFA-Franc. Bevor der CFA-Franc eingefĂŒhrt wurde, war von 1975 bis 1997 der Guinea-Peso (PG) zu 100 Centavos die WĂ€hrung von Guinea-Bissau.cite-ref-67[67]

Staatshaushalt

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 213 Mio. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 171 Mio. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 3,5 % des BIP.cite-ref-68[68]

Die Staatsverschuldung betrug 2016 46,7 % des BIP.cite-ref-69[69]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

‱ Gesundheit:cite-ref-fischer-70-0[70] 5,8 %
‱ Bildung:cite-ref-cia-5-1[5] 5,2 % (1999)
‱ MilitĂ€r:cite-ref-cia-5-2[5] 3,1 % (2005)

Verkehr

Schiffsverkehr

In Bissau, Buba, Cacheu und Farim existieren HĂ€fen.cite-ref-71[71]

Flugverkehr

Den einzigen Verkehrsflughafen gibt es in Bissau (Aeroporto Internacional Osvaldo Vieira de Bissau). Er wird heute von fĂŒnf Fluglinien bedient, die Strecken nach Portugal, Marokko, Kap Verde und in den Senegal anbieten. Einzige nationale Fluggesellschaft war die 1998 eingestellte Air Bissau.

Schienenverkehr

Schienenverkehr in Guinea-Bissau hat es bisher nicht gegeben, von einer kleinen Hafenbahn in Bissau Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1940er Jahre abgesehen. BegĂŒnstigt durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung bis 1997 entstanden in Kooperation mit Portugal erste grobe Planungen, die ab 1998 die Errichtung einer ersten Eisenbahn mit Verbindung zum Schienenverkehr in Guinea andachten. Sie erreichten jedoch kein konkretes Stadium, insbesondere nach der anhaltenden Krise des Landes nach dem Putsch von 1998.cite-ref-72[72]

Straßenverkehr

In Guinea-Bissau gibt es ein weitlĂ€ufiges Straßennetz mit einer LĂ€nge von ca. 4.400 Kilometer. Da die Bevölkerungsdichte allerdings gering ist, mĂŒssen in der Regel auch große Entfernungen zurĂŒckgelegt werden, um bestimmte Orte bzw. Landesteile zu erreichen. Auf den Straßen herrscht Rechtsverkehr.cite-ref-73[73] An Autobahnen und Stadtstraßen gibt es viele einzelne MĂ€rkte, die gleichzeitig auch eine höhere Aufmerksamkeit mit sich bringen können.

Kultur

Die – auch international – bekannteste Kulturgestalt des Landes war der WiderstandskĂ€mpfer und Dichter AmĂ­lcar Cabral. Ein weiterer wichtiger Literat war HĂ©lder Proença. Der Schriftsteller Abdulai SilĂĄ ist sogar ins Deutsche ĂŒbersetzt worden und gilt als wichtigste zeitgenössische literarische Stimme seines Landes.

Bekanntester PopsÀnger des Landes ist Américo Gomes.

Der Filmemacher Flora Gomes gilt als bedeutendster Vertreter seines Faches (siehe auch Liste guinea-bissauischer Filme).

Die drei bedeutendsten Museen des Landes befinden sich in der Hauptstadt Bissau. So gibt es ein 1988 eröffnetes Museum fĂŒr Ethnographie bzw. Ethnologie (Museu etnografico national da Guinea-Bissau) in einem ehemaligen, nach portugiesischem Kolonialstil 1948 erbauten GebĂ€ude mit einer rund 14.000 BĂ€nde umfassenden Bibliothek. Es ist das grĂ¶ĂŸte und bekannteste Museum des Landes mit einer umfangreichen Sammlung ethnologischer und ethnographischer Exponate. Weitere Museen sind das Memorial da Escravatura e do TrĂĄfico Negreiro (Gedenkort fĂŒr die Sklaverei und den Transport von Afrikanern nach Übersee), ein Museum, das sich der Geschichte der Sklaverei verschrieben hat, sowie das Museu Militar da Luta de Libertação Nacional (Museum fĂŒr den Kampf fĂŒr die nationale Freiheit), ein Museum, das die Geschichte des Widerstandes gegen die Kolonialmacht Portugal zeigt.

Das Kulturinstitut Portugals, das Instituto CamĂ”es, ist in der Hauptstadt Bissau mit einem Sprachzentrum, einem Kulturzentrum und mit Lektoraten an Hochschulen prĂ€sent.cite-ref-74[74] Auch Frankreich und Brasilien unterhalten grĂ¶ĂŸere Kulturzentren in Bissau.

Sport

Fußball

Der Fußball in Guinea-Bissau ist der weitaus beliebteste Sport im Land. Der Landesverband Federação de Futebol da GuinĂ©-Bissau (FFGB) wurde bereits 1974 gegrĂŒndet, im Jahr der international anerkannten UnabhĂ€ngigkeit und ein Jahr nach der selbsterklĂ€rten UnabhĂ€ngigkeit von Portugal. Die FFGB organisiert den Spielbetrieb im Land, mit dem Campeonato Nacional da GuinĂ©-Bissau als oberster Liga und der Taça Nacional da GuinĂ©-Bissau als wichtigstem Pokalwettbewerb.

Allerdings schauen die meisten Fußballfans im Land vor allem auf den Fußball in Portugal, und die Embleme der Spitzenvereine Sporting Lissabon, Benfica Lissabon und FC Porto sind im Alltag der StĂ€dte allgegenwĂ€rtig. Auch der Spielbetrieb in der eigenen Liga wird von historischen Filialvereinen portugiesischer Klubs geprĂ€gt, etwa Rekordmeister Sporting Clube de Bissau oder sein Rivale, der Benfica-Filialverein Sport Bissau e Benfica.

Andere Das ComitĂ© OlĂ­mpico da GuinĂ©-Bissau ist das Nationale Olympische Komitee des Landes. Es wurde 1992 gegrĂŒndet, das 1973 unabhĂ€ngig gewordene Land nimmt erst seit 1996 an den Olympischen Spielen teil.

Siehe auch

:

Olympische Geschichte Guinea-Bissaus

Special Olympics Guinea-Bissau wurde 2018 gegrĂŒndet und nahm bereits an Special Olympics Weltspielen teil.

Das Land nimmt seit Beginn (2006) an den Jogos da Lusofonia, den Spielen der portugiesischsprachigen Welt teil.

Die Guinea-bissauische Volleyballnationalmannschaft der Frauen und die Guinea-bissauische Volleyballnationalmannschaft der MĂ€nner bestehen beide seit 1992, konnten sich aber beide noch fĂŒr keine bedeutenden Wettbewerbe qualifizieren (Stand 2023).

Der Basketballverband Federação de Basquetebol da GuinĂ©-Bissau grĂŒndete sich lange nach der UnabhĂ€ngigkeit und wurde 1994 vom Weltverband FIBA aufgenommen.

Literatur

‱ Thomas Baur: Reise Know-how ReisefĂŒhrer Senegal, Gambia und Guinea-Bissau. 8. Auflage. Reise Know-How Verlag, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8317-3152-7.
‱ Patrick Chabal, Toby Green (Hrsg.): Guinea-Bissau: Micro-State to ‘Narco-State’. C. Hurst, London 2016, ISBN 978-1-84904-521-6.
‱ Ulrich Schiefer: Dissipative Ökonomie und Entwicklungszusammenarbeit und der Zusammenbruch afrikanischer Agrargesellschaften am Beispiel Guinea-Bissaus. IAK, Hamburg 2002, ISBN 3-928049-83-6 (ssoar.info [PDF; 1,5 MB]).

Belletristik

‱ Sylvain Prudhomme: Ein Lied fĂŒr Dulce. Übers. Claudia Kalscheuer. Unionsverlag, ZĂŒrich 2017cite-ref-75[75]
‱ Abdulai SilĂĄ: Zwei SchĂŒsse und ein Lachen. Übers. Renate Heß. Edition Noack & Block, Berlin 2021cite-ref-76[76]
‱ Abdulai SilĂĄ: Die Tage von KubukarĂ©. Übers. Renate Heß. Edition Noack & Block, Berlin 2023cite-ref-77[77]

Weblinks

Wiktionary: Guinea-Bissau

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Commons

: Guinea-Bissau

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikivoyage: Guinea-Bissau

– ReisefĂŒhrer

‱ Atlas: Guinea-Bissau – geographische und historische Karten bei Wikimedia Commons
‱ Datenbank inhaltlich erschlossener Literatur zur gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Situation in Guinea-Bissau
‱ Guinea-Bissau im World Fact Book der CIA (englisch)
‱ LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amtes zu Guinea-Bissau
‱ Weitere Informationen auf guinee-bissau.net (französisch)
‱ Webseiten zu Guinea-Bissau auf Bolama.net
‱ Guinea-Bissau. Embassies & Consulates

Einzelnachweise

cite-note-11. Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2022, abgerufen am 9. Oktober 2022 (englisch).
cite-note-22. Population growth (annual %). In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2021, abgerufen am 9. Oktober 2022 (englisch).
cite-note-bip-imf-33. GDP, current prices Billions of U.S. dollars. In: IMF DataMapper. Internationaler WĂ€hrungsfonds, 2025, abgerufen am 22. November 2025 (englisch). ; GDP, current prices Purchasing power parity; billions of international dollars. In: IMF DataMapper. Internationaler WĂ€hrungsfonds, 2025, abgerufen am 22. November 2025 (englisch). GDP per capita, current prices. U.S. dollars per capita. In: IMF DataMapper. Internationaler WĂ€hrungsfonds, 2025, abgerufen am 22. November 2025 (englisch). ; GDP per capita, current prices - Purchasing power parity; international dollars per capita. In: IMF DataMapper. Internationaler WĂ€hrungsfonds, 2025, abgerufen am 22. November 2025 (englisch).
cite-note-hdi-44. Table: Human Development Index and its components. In: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Hrsg.): Human Development Report 2025. United Nations Development Programme, New York 2025, ISBN 978-92-1154263-9, S. 278 (englisch, undp.org [PDF]).
cite-note-cia-55. ↑ Guinea-Bissau im World Fact Book der CIA (Memento vom 28. Dezember 2010 im Internet Archive)
cite-note-66. ↑ Klimaangaben des ReisefĂŒhrers von Columbus Publishing.
cite-note-bevstadt-77. ↑ Urban population (% of total population). Weltbank, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-88. ↑ Population, total. In: World Economic Outlook Database. Weltbank, 2023, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-99. ↑ Birth rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-1010. ↑ Death rate, crude (per 1,000 people). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-gebrat-1111. ↑ Fertility rate, total (births per woman). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-leberw-1212. ↑ Life expectancy at birth, total (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-1313. ↑ World Population Prospects 2022 - Population Dynamics -Download Files. Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen, 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. September 2024; abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-1414. ↑ Population ages 0-14 (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-1515. ↑ Population ages 65 and above (% of total population). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-un-pop-pros19-165. World Population Prospects 2019: Volume II: Demographic Profiles. (PDF) United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 5. Juni 2021; abgerufen am 23. Januar 2021.
cite-note-1717. ↑ Endergebnis der VolkszĂ€hlung 2009 (Memento vom 5. November 2017 im Internet Archive)
cite-note-1818. ↑ Origins and Destinations of the World’s Migrants, 1990–2017. In: Pew Research Center’s Global Attitudes Project. 28. Februar 2018 (pewglobal.org [abgerufen am 30. September 2018]).
cite-note-1919. ↑ United Nations Population Division | Department of Economic and Social Affairs. Abgerufen am 1. Januar 2019 (englisch).
cite-note-2020. ↑ Etoal Mendes: EXPERIÊNCIAS DE ENSINO BILÍNGUE EM BUBAQUE, GUINÉ-BISSAU: línguas e saberes locais na educação escolar. (PDF) In: lume.ufrgs.br. Universidade Federal do Rio Grande do Sul, 2018, abgerufen am 22. Dezember 2019 (portugiesisch). Seite 62 der PDF-Datei; 11,3 MB.
cite-note-2121. ↑ Siehe Franz-Wilhelm Heimer: „Bildung als Praxis der Befreiung. AnsĂ€tze alternativer Erziehung in Guinea-Bissau“. In: Bildung und Erziehung 34 (1) 1981, S. 79–85.
cite-note-2222. ↑ Human Developement Reports. Abgerufen am 5. Januar 2021 (englisch).
cite-note-hdr2015-2323. ↑ Human Developement Reports. Abgerufen am 5. Januar 2021.
cite-note-2424. ↑ Current health expenditure (% of GDP). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-2525. ↑ Global Health Workforce statistics database. In: The Global Health Observatory. Weltgesundheitsorganisation, 2022, abgerufen am 9. Oktober 2022 (englisch).
cite-note-2626. ↑ Guinea-Bissau. UNAIDS, abgerufen am 18. April 2021 (englisch).
cite-note-2727. ↑ Mortality rate, under-5 (per 1,000 live births). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-2828. ↑ Prevalence of undernourishment (% of population) | Data. Abgerufen am 10. MĂ€rz 2018 (amerikanisches Englisch).
cite-note-2929. ↑ Life expectancy at birth, female (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-3030. ↑ Life expectancy at birth, male (years). In: World Bank Open Data. Weltbank, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-hannam10-3131. ↑ June Hannam, Mitzi Auchterlonie, Katherine Holden: International Encyclopedia of Women’s Suffrage. ABC-Clio, Santa Barbara, Denver, Oxford 2000, ISBN 1-57607-064-6, S. 10.
cite-note-ipu-113410-3232. ↑ New Parline: the IPU’s Open Data Platform (beta). In: data.ipu.org. Abgerufen am 2. Oktober 2018 (englisch).
cite-note-martin161-3333. ↑ Mart Martin: The Almanac of Women and Minorities in World Politics. Westview Press Boulder, Colorado, 2000, S. 161.
cite-note-pintat488-3434. ↑ Christine Pintat: Women’s Representation in Parliaments and Political Parties in Europe and North America. In: Christine FaurĂ© (Hrsg.): Political and Historical Encyclopedia of Women. Routledge New York, London, 2003, S. 481–502, S. 488.
cite-note-3535. ↑ Soldaten töten PrĂ€sidenten von Guinea-Bissau. (Memento vom 1. August 2010 auf WebCite), Tagesschau, 2. MĂ€rz 2009 (aufgerufen am 2. MĂ€rz 2009).
cite-note-3636. ↑ Unruhen in Guinea-Bissau – PrĂ€sident getötet. In: Tagesspiegel. 2. MĂ€rz 2009 (Online [abgerufen am 4. Dezember 2022]).
cite-note-3737. ↑ Die lange Ermordung des PrĂ€sidenten.
cite-note-3838. ↑ Bissau military kills politicians bei bbc.co.uk.
cite-note-3939. ↑ bissaudigital.com.
cite-note-4040. ↑ Putsch in Guinea-Bissau – Krisenstaat drohen Gewalt und Chaos. N24 vom 1. April 2010.
cite-note-4141. ↑ EU verurteilt Meuterei in Guinea Bissau. RP-Online vom 2. April 2010.
cite-note-4242. ↑ Siehe Ex-chefe militar da GuinĂ©-Bissau solto mas vigiado, PĂșblico (Lissabon), 23. Dezember 2010.
cite-note-4343. ↑ „Nach dem Willen des Putsch-Regimes soll es in den kommenden zwei Jahren keine Wahlen geben“. Spiegel online vom 19. April 2012, abgerufen am 19. April 2012.
cite-note-4444. ↑ PĂșblico (Lissabon), 19. April 2012.
cite-note-pdf-bei-www-consilium-europa-eu-4545. ↑ Council reinforces sanctions against military junta in Guinea-Bissau. EuropĂ€ischer Ministerrat vom 31. Mai 2012.
cite-note-4646. ↑ Votos Expressos. (PDF) ComissĂŁo Nacional de EleiçÔes, abgerufen am 9. November 2014 (portugiesisch).
cite-note-4747. ↑ Offenbar Putschversuch nach Wahl in Guinea-Bissau. Der Standard, 26. November 2025
cite-note-4848. ↑ MilitĂ€r verkĂŒndet neuen Staatschef in Guinea-Bissau. In: orf.at. 27. November 2025, abgerufen am 28. November 2025.
cite-note-4949. ↑ Silja Fröhlich: Wer wird neuer PrĂ€sident von Guinea-Bissau? In: Deutsche Welle. 28. Dezember 2019, abgerufen am 9. Januar 2021.
cite-note-5050. ↑ Nyasha K. Mutizwa: Umaro Sissoko Embalo elected president of Guineau-Bissau. africanews.com vom 2. Januar 2020 (englisch), abgerufen am 3. Januar 2020.
cite-note-5151. ↑ Alberto Dabo: General sworn in as Guinea-Bissau leader in swift coup after disputed vote. In: Reuters. Reuters, 27. November 2025, abgerufen am 27. November 2025 (englisch).
cite-note-5252. ↑ Alberto Dabo: Guinea-Bissau cannot complete presidential election, commission says. In: Reuters. Reuters, 3. Dezember 2025, abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
cite-note-536. Fragile States Index: Global Data. Fund for Peace, 2024, abgerufen am 13. April 2025 (englisch).
cite-note-547. The Economist Intelligence Unit’s Democracy Index. The Economist Intelligence Unit, 2024, abgerufen am 13. April 2025 (englisch).
cite-note-558. Countries and Territories. Freedom House, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-569. 2024 World Press Freedom Index. Reporter ohne Grenzen, 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024 (englisch).
cite-note-5710. CPI 2024: Tabellarische Rangliste. Transparency International Deutschland e. V., 2025, abgerufen am 29. April 2025 (englisch).
cite-note-0-5858. ↑ Guinea-Bissau media guide. In: BBC News. 27. Mai 2011 (bbc.com [abgerufen am 17. Februar 2023]).
cite-note-5959. ↑ UN Comtrade Export/Import.
cite-note-6060. ↑ Transparency International e. V.: Corruption Perceptions Index 2016. In: www.transparency.org. (transparency.org [abgerufen am 9. Februar 2018]).
cite-note-6161. ↑ Economic Intelligence Unit – Guinea-Bissau Country Report July 2009.
cite-note-6262. ↑ World Drug Report 2010. S. 242 ff. (PDF; 14,6 MB).
cite-note-6363. ↑ Guinea-Bissau – Ereignisse in Folge des 1. April 2010.
cite-note-6464. ↑ In Guinea-Bissau regieren auch die Drogenbosse mit. Die Zeit vom 16. April 2012.
cite-note-6565. ↑ Drogenschleuse Westafrika. In: Le Monde diplomatique vom 8. Februar 2013.
cite-note-6666. ↑ BCEAO | Banque Centrale des Etats de l’Afrique de l’Ouest. Abgerufen am 11. November 2025 (französisch).
cite-note-6767. ↑ Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Maße, MĂŒnzen und Gewichte. Ein Lexikon. Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, Lizenzausgabe Mannheim/Wien/ZĂŒrich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 376.
cite-note-6868. ↑ The World Factbook – Central Intelligence Agency. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 22. Juli 2017 (englisch).
cite-note-6969. ↑ Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 22. Juli 2017 (amerikanisches Englisch).
cite-note-fischer-7070. ↑ Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.
cite-note-7171. ↑ Guinea-Bissau: Regionen, StĂ€dte & urbane Orte – Einwohnerzahlen in Karten und Tabellen. Abgerufen am 10. Dezember 2017.
cite-note-7272. ↑ Fernando Cristóvão u. a.: Dicionário Temático da Lusofonia. Texto Editores, Lissabon 2005, ISBN 972-47-2935-4, S. 253.
cite-note-7373. ↑ Verkehr und Infrastruktur in Guinea-Bissau. Abgerufen am 23. Juli 2023.
cite-note-7474. ↑ AktivitĂ€ten des Instituto CamĂ”es in Guinea-Bissau, Website des Instituto CamĂ”es (portugiesisch, englisch, spanisch, chinesisch), abgerufen am 24. Oktober 2022.
cite-note-7575. ↑ Sylvain Prudhomme: Ein Lied fĂŒr Dulce. Roman – Perlentaucher. Abgerufen am 22. September 2022.
cite-note-7676. ↑ Abdulai Silá: Publicar em alemão tem „significado especial“ – Deutsche Welle. Abgerufen am 31. August 2023 (portugiesisch).
cite-note-7777. ↑ Abdulai SilĂĄ: Die Tage von KubukarĂ©. Roman – Deutschlandfunk. Abgerufen am 25. August 2023.

12.116666666667-14.916666666667coordinatesKoordinaten: 12° N, 15° W